Motorboot Club Altrip e.V.

Rhein-km 417 LU im Prinz-Karl-Wörth Hafen

Motorboot Club Altrip kauft Hafengelände

Ende Mai hat der Motorboot Club Altrip (MCA) einen Schlussstrich unter sein leidvolles Pächter-Dasein gezogen. Der Club erwarb das Hafengelände im Prinz-Karl-Wörth-Hafen bei Rhein-Km 417 durch Kauf von der Gemeinde Altrip. Im Notariat Draxel-Fischer u. Kluge, Ludwigshafen, unterzeichneten der 1. und 2. Vorsitzende des MCA, Albert Groh und Gerd Appel, den Kaufvertrag und besiegelten damit den Besitzwechsel. Der MCA ist nun stolzer Eigentümer eines 2.700 m² großen Areals mit Clubhaus und Nebengebäuden. Vorausgegangen waren intensive Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung Altrip, die von Anfang an in einer vertrauensvollen Atmosphäre verliefen. Es zahlte sich aus, dass der MCA in der Vergangenheit stets um ein gutes Verhältnis zur Gemeindeverwaltung bemüht war. Bei vielen Veranstaltungen konnte der Club-Vorstand den Bürgermeister oder Vertreter des Gemeinderates von Altrip begrüßen. Hafenkauf 2005
Hafenkauf Dabei sah die Vergangenheit gar nicht so rosig aus. Grundstücksbesitzer war bis 2004 eine Erbengemeinschaft, die in schöner Regelmäßigkeit an der Pachtgebühren-Schraube drehte. Erst als das Hafengelände an die Gemeinde Altrip verkauft wurde, eröffnete sich für den MCA die Möglichkeit, in Übernahme-Gespräche einzutreten. Es zeigte sich, dass Bürgermeister Jacob nicht abgeneigt war, das Grundstück wieder zu veräußern. In den nun folgenden Gesprächen einigte man sich auf einen moderaten Kaufpreis, der für den Club erschwinglich war. Die Gemeindeverwaltung Altrip würdigte mit dieser Geste das vorbildliche Engagement des MCA beim Umweltschutz und bei der Pflege des Clubgeländes. Auch die Tatsache, dass der MCA seit sieben Jahren erfolgreich am Wettbewerb der BLAUEN FLAGGE teilnimmt, wurde von Bürgermeister Jürgen Jacob ausdrücklich hervorgehoben.
Nicht immer gab es eitel Sonnenschein im Hafen. Ältere Clubmitglieder erinnern sich noch mit Schrecken an die Sorgen früherer Jahre: 1976 eskalierten Streitigkeiten mit der Kreisverwaltung Ludwigshafen über Genehmigungsfragen der Steganlage. Eine Abriss-Verfügung für das Clubhaus und sämtliche bauliche Anlagen waren die Folge. In einem jahrelangen Rechtsstreit, den der Clubvorstand vor den Verwaltungsgerichten ausfocht, wurde schließlich 1984 mühsam ein tragbarer Kompromiss erzielt. Das Clubhaus durfte stehen bleiben, aber die Steganlage musste verkleinert werden. Dieses Urteil hat bis heute Gültigkeit. Schwamm drüber !
Heute dürfen die Clubmitglieder ihre Freizeit auf eigenem Grund und Boden verbringen. Da kann man doch Leid und Streit vergangener Jahre glatt vergessen.
Hafenkauf